Freitag, der 03. Oktober 2003
Um 6 Uhr ging der Wecker. Die meisten Sachen hatten wir schon am Abend vorher gepackt, so dass der Rest recht schnell verstaut war. Meine Giraffe, die ich in Okahandja gekauft hatte, war von der Pensionsbesitzerin sorgfältig mit Luftpolsterfolie verpackt worden. Wir bekamen auch schon ein gutes Frühstück und wir fuhren dann um 7.15 Uhr in Richtung Flughafen ab. Die rd. 50 km fuhren wir zügig durch, regelrecht in einer Schlange von weißen Mietautos, die alle auf dem Weg zum Flughafen waren.
Dann hatte ich mich aber doch ein wenig verfahren und fuhr mit dem Wagen auf den Parkplatz für Kurzparker. Aber der Flughafen ist klein und übersichtlich und ich fand unsere Mietwagenstation Budget zu Fuß, um mich zu erkundigen, wie man denn nun zu dieser Station komme.
Das Auto wurde abgenommen und keine Mängel festgehalten. Es hatte sich in diesen knapp drei Wochen mit knapp über 5000 km einwandfrei bewährt. Es ist uns ein kleines Maß auch ans Herz gewachsen, denn in diesen teilweise menschenleeren Regionen ist ein zuverlässiges Auto auch für das eigene Sicherheitsgefühl ganz wichtig. Mit einem Durchschnittsverbrauch von rd. 13 Litern (wobei der einzelne Liter rd. die Hälfte eines deutschen Liters kostet) waren wir auch ganz zufriesen. Also an dieser Stelle noch einmal Danke, Toyota!

Alles wurde am Flughafen gut verstaut. Auch unsere Giraffe und die wahrscheinlich 100 anderen Giraffen, denn viele hatten sich dieses Andenken mitgenommen, teilweise nicht einmal verpackt oder nur durch eine Jeans-Jacke getarnt. Auch hier trafen wir wieder die beiden aus Fürstenfeldbruck, die auf unsere Sachen aufpassten, als wir im Shop noch die letzten Dollar ausgegeben haben. Der Flug war, wie der Hinflug einmalig ruhig. Allerdings verging dieses Mal bei Tag die Zeit doch schneller, so zumindest mein Eindruck. Es ist dann immer etwas los, man kann aus dem Fenster gucken oder einfach nur die Leute beobachten. Also an dieser Stelle auch Danke an LTU. Der Zwischenstopp in München, wo wir auf die Verbindung nach Düsseldorf über eine Stunde warten mussten, war ganz o.k. aber er zeigte auch so richtig deutlich, dass wir nun wieder in der Zivilisation angekommen waren: Lufthansa-Terminal mit Luxusgeschäften, Boutiquen usw. Wir waren beeindruckt, tranken in einer Bar unser obligatorisches Weizenbier, erinnerten uns aber noch an dieses wunderschöne Land, was wir erst vor wenigen Stunden verlassen hatten.

Nach Düsseldorf ist man rd. 50 min. in der Luft, es gab nur Getränke und dann waren wir wieder in NRW. Nach rd. 11000 km Flug hin und zurück, 5000 km Autofahrt und zahlreichen, phantastischen Erlebnissen.

Der Anschluss an die Bahn klappte ohne Verzögerung, wenn auch mit Lauferei und so waren wir gegen Mitternacht in Hamm am Bahnhof und ca. 30 min zu Hause. Erst einmal hinsetzen, die Mitbringsel (Giraffe) ausgepackt und ein heimisches Krombacher geköpft. Die Erinnerung war aber noch lebendig. Die Freude über den zurückgelegten Heimweg vermischte sich doch mit dem Wehmut, aus diesem tollen Land wieder abgereist zu sein.
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