|
Dienstag, der 30. September 2003
Mit den beiden aus Fürstenfeldbruck haben
wir dann wieder am Früstückstisch gesessen. Nun kam der Augenblick der Bezahlung.
Auch die beiden hatten kein Abendessen vorgebucht, was sich im nach hinein als Fehler
heruasstellte, denn mit 140$ pro Person und Tag war es verdammt teuer: unverschämt
teuer. Allerdings hatte sich die Familie herabgelassen mir die 1000$ auszuzahlen, natürlich
abzüglich der Kreditkartengebühren, aber das sparte und die Suche nach einer
Bank. Wir alle waren froh hier weg zu kommen, die Atmosphäre ist total unterkühlt,
der Besitzer ist total unfreundlich und der Butler ganz komisch. Als Übernachtungsalternative
für uns nie wieder, vor allem weil es ja eine Alternative zum Camp im Park sein
sollte. Gegen
9.30 waren wir schon am Anderson Gate und wir fuhren erst einmal durch zum Camp Halali,
wo wir auf dem Hinweg schon zahlreiche Tiere beobachten konnten. Löwen waren zwar
nicht zu sehen aber doch einiges andere. Am View Point hileten wir an um auf die Salzpfanne
zu schauen. Mich beeindrucken diese Stellen immer total während Elke hier einfach
die Landschaft vermisst. Insgesamt kam uns Etosh auch sehr karg und trocken vor, irgendwie
erinnerte der kalkhaltige Boden auch an die Kalksteinbrüche um unsere Heimatstadt,
in denen auch nichts mehr wächst. Gegen 13.30 Uhr kamen wir ins Camp Halali.
Der Bungalow war ganz o.k., wenn auch überhaupt nicht mit
dem zu vergleichen, was wir voher kennen gelernt hatten. Dafür hatten wir aber
erstmals einen funktionstüchtigen Kühlschrank. Wir fuhren dann noch einmal
auf die Piste zur Tierbeobachtung. Und als wir schon wieder auf dem Rückweg waren,
da sahen wir sendlich in unmittelbarer Nähe "unsere" Löwen. Drei
an der Zahl, von denen eine direkt an unserem Auto vorbeiging. Sie lagen dann unter
einem Baum und faulenzten so vor sich hin.
Das
Abendessen im Camp ist immer Massen abfertigen: Alles stürmt fast gleichzeitig
in die Halle und man bedient sich am Buffet. Insgesamt hat man nur ein kleines Zeitfenster.
Der staatliche, sozialistische Grundgedanke drückt sich hier durch: danach gibt
es auch keine Kneipe oder Bar mehr. Alles wird dicht gemacht. So muss auch die DDR
gewesen sein.
Trotzdem hat uns das Essen für 95$ (auch nicht billig) geschmeckt.
Auch hier trafen wir die Fürstenfeldbrucker wieder.
Dann saßen wir noch einige Zeit am Wasserloch des Camps
und sahen neben Elefanten und Hyänen auch endlich ein Nashorn im Scheinwerferlicht
des Camps. Es war eine ganz ruhige Atmosphäre, alle bemühten sich ganz ruhig
zu sein.
© NamibiaSeiten.de
|