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Dienstag, der 23. September 2003
Am Morgen verabschiedeten wir uns von den Duisburgern,
die erst gegen Mittag los wollten, da sie noch einen Rundflug über die Wüste
zur Küste gebucht hatten. Wir fuhren los Richtung Swakopmund. Die Pistenverhältnisse
waren gut, aber es war doch schon eine lange Strecke. Schnell fanden wir unser Hoten
"Deutsches Haus", zwar alles etwas "angestaubt" aber eine gute
Adresse. Aber irgendwie gehört dieser Charme zur ganzen Stadt. Zunächst ging
ich zur Bank, um das erste Mal Geld abzuheben.
Ruckzug war man auf den Geschmack gekommen und ich kaufte mir
ein schönes Hemd und später auch noch 2 CD's. Das Wetter war recht frisch
und alles war etwas bedeckt; irgendwie auch die Stadt, deren Wirkung wohl auch bei
Sonnenschein am besten ist. Wir spazierten durch die Stadt und fanden an allen Ecken
und Enden Hinweise auf die deutsche Kolonialzeit, so zahlreich wie wohl im ganzen Land
nicht mehr. Im Cafe Anton aßen wir unsere obligatorische Schwarzwälderkirschtorte,
obwohl ich das Cafe auch nicht mehr als so superinteressant empfunden habe, aber man
muss wohl mal da gewesen sein. Abends haben wir in der Kupferpfanne gegessen. Das Restaurant
liegt zwar etwas außerhalb, aber ist sehr zu empfehlen. Erinnert alles ein wenig
an rustikale Bergkneipe, aber es gibt gutes und kostengünstiges Essen. Ich gönnte
mir ein Krokodilsteak; war o.k., muss man aber auch nicht immer essen ...
Auf dem Nachhauseweg kamen wir auch am Brauhaus vorbei: Bayern
mitten in Afrika, mit Haxen und Weizenbier. Wir suchten uns einen Tisch und beobachteten
das Treiben, bis dann wieder Jutta und Holger uns fanden und erst einmal erzählten,
dass ihr Flug bei diesen schlechten Bedingungen wohl auch nicht so klasse war. Sie
wollten am nächsten Tag weiter zur Cape Cross Lodge.
Das Brauhaus ist so ein Spiegel der gesamten Situation: gut verdienende
Weiße gönnen sich die deutsche Kultur. Farbige findet man in keinem Lokal
als Gäste, nur als Bedienung. Aber nicht einmal im Brauhaus. Erst später
in Windhoek haben wir auch farbige Gäste gesehen.
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